Rhabarber-Streuselkuchen vom Blech, saftig, süß-säuerlich und in 35 Minuten fertig

Rhabarber-Streuselkuchen vom Blech, saftig, süß-säuerlich und in 35 Minuten fertig

Der Rhabarber-Streuselkuchen vom Blech zählt zu den beliebtesten Frühlingsdesserts in deutschen Haushalten. Wenn die ersten Rhabarberstangen auf den Märkten erscheinen, beginnt die Hochsaison für diesen saftigen Blechkuchen. Die Kombination aus knusprigen Streuseln und der süß-säuerlichen Note des Rhabarbers begeistert Generationen. In nur 35 Minuten verwandelt sich eine handvoll Zutaten in einen köstlichen Kuchen, der sich perfekt für Familientreffen, Kaffeekränzchen oder spontanen Besuch eignet. Die Zubereitung erfordert keine Profikenntnisse, sondern lediglich etwas Fingerspitzengefühl beim Verarbeiten der Streusel. Dieser Klassiker überzeugt durch seine unkomplizierte Herstellung und seinen unwiderstehlichen Geschmack, der Kindheitserinnerungen weckt.

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facile

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Backblechs

Heizt euren Backofen auf 180 Grad Celsius vor. Dies ist wichtig, damit der Kuchen später gleichmäßig backt. Legt das Backblech mit Backpapier aus. Schneidet das Papier so zu, dass es den gesamten Boden bedeckt und etwa zwei Zentimeter an den Seiten hochsteht. So verhindert ihr, dass der saftige Rhabarber beim Backen überläuft. Dieser Schritt mag simpel erscheinen, ist aber entscheidend für ein perfektes Ergebnis.

2. Zubereitung der Streusel

Gebt das Mehl in eine große Rührschüssel. Fügt das Backpulver, 100 Gramm Zucker, eine Prise Salz und einen Päckchen Vanillezucker hinzu. Mischt alles gründlich durch. Nehmt die kalte Butter direkt aus dem Kühlschrank und schneidet sie in kleine Würfel. Gebt die Butterwürfel zum Mehl. Jetzt kommt der wichtigste Teil: verreibt alle Zutaten mit den Händen zu groben Streuseln. Die Streusel sind kleine krümelige Teigstücke, die später knusprig werden. Arbeitet schnell, damit die Butter nicht zu warm wird. Die Mischung sollte an feuchten Sand erinnern, der sich zu kleinen Klumpen formen lässt. Stellt die Schüssel für zehn Minuten in den Kühlschrank, damit die Streusel schön fest werden.

3. Vorbereitung des Rhabarbers

Öffnet die Dose mit dem Rhabarber und gießt den Inhalt in ein Sieb. Lasst den Rhabarber gut abtropfen, denn zu viel Flüssigkeit würde den Teig durchweichen. Drückt die Rhabarberstücke vorsichtig mit einem Löffel aus, aber zerquetscht sie nicht komplett. Gebt den abgetropften Rhabarber in eine Schüssel und mischt ihn mit 50 Gramm Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und einem Teelöffel Zimt. Der Zimt ist ein Gewürz, das die Säure des Rhabarbers ausgleicht und eine warme, würzige Note hinzufügt. Lasst die Mischung kurz ziehen, während ihr die Streusel aus dem Kühlschrank holt.

4. Schichtung des Kuchens

Nehmt etwa zwei Drittel der vorbereiteten Streusel und verteilt sie gleichmäßig auf dem vorbereiteten Backblech. Drückt die Streusel mit den Händen oder einem Löffel fest, sodass ein kompakter Boden entsteht. Dieser Streuselboden muss nicht perfekt glatt sein, sollte aber keine großen Lücken aufweisen. Verteilt nun den gewürzten Rhabarber gleichmäßig über den Streuselboden. Achtet darauf, dass der Rhabarber bis etwa einen Zentimeter vor den Rand reicht. Streut das restliche Drittel der Streusel großzügig über den Rhabarber. Je mehr Streusel, desto knuspriger wird euer Kuchen. Lasst ruhig einige Rhabarberstücke durchblitzen, das sieht appetitlich aus.

5. Backen des Kuchens

Schiebt das Backblech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Backt den Kuchen für 20 Minuten bei 180 Grad Celsius. Die Streusel sollten eine schöne goldbraune Farbe annehmen. Beobachtet den Kuchen in den letzten fünf Minuten genau, denn jeder Ofen backt etwas anders. Wenn die Streusel zu dunkel werden, deckt den Kuchen mit Alufolie ab. Nach 20 Minuten nehmt ihr den Kuchen aus dem Ofen. Lasst ihn auf dem Blech vollständig abkühlen. Dies dauert etwa 15 Minuten. Während dieser Zeit setzt sich die Feuchtigkeit des Rhabarbers im Teig und macht den Kuchen wunderbar saftig. Schneidet den Kuchen erst, wenn er komplett ausgekühlt ist, sonst zerfallen die Stücke.

Erika

Tipp vom Chefkoch

Wenn ihr frischen Rhabarber verwenden möchtet, schält ihn und schneidet ihn in zwei Zentimeter lange Stücke. Kocht die Stücke mit etwas Zucker für fünf Minuten, damit sie weicher werden und weniger Flüssigkeit beim Backen abgeben. Für extra knusprige Streusel fügt 50 Gramm gemahlene Mandeln oder Haferflocken zur Streuselmasse hinzu. Dies verleiht dem Kuchen zusätzliche Textur und einen nussigen Geschmack. Bewahrt übrig gebliebenen Kuchen in einer luftdichten Dose auf, so bleibt er bis zu drei Tage frisch und saftig.

Passende Getränke zum Rhabarber-Streuselkuchen

Zum Rhabarber-Streuselkuchen passt hervorragend ein frisch gebrühter Filterkaffee, dessen Röstaromen die Süße der Streusel unterstreichen. Alternativ harmoniert ein milder schwarzer Tee wie Earl Grey wunderbar mit der säuerlichen Note des Rhabarbers. Für Kinder und Teeliebhaber empfiehlt sich ein Früchtetee mit Himbeer- oder Erdbeernote, der die fruchtige Komponente des Kuchens aufgreift. An warmen Tagen serviert ihr dazu einen gekühlten Rhabarber-Eistee oder eine Rhabarberschorle, die das Geschmackserlebnis perfekt abrundet. Ein Glas kalte Milch ist ebenfalls eine klassische Begleitung, die besonders bei Kindern beliebt ist.

Zusätzliche Info

Der Rhabarber, botanisch eigentlich ein Gemüse, wird in der Küche wie Obst behandelt und erfreut sich seit dem 18. Jahrhundert in Europa großer Beliebtheit. Ursprünglich aus China stammend, wo er als Heilpflanze geschätzt wurde, eroberte der Rhabarber zunächst England und später den gesamten europäischen Kontinent. In Deutschland begann der Rhabarberanbau im 19. Jahrhundert, und schnell entwickelten sich regionale Kuchentraditionen. Der Streuselkuchen selbst ist eine deutsche Erfindung, die vermutlich aus Schlesien stammt. Die Kombination aus Rhabarber und Streuseln entstand wahrscheinlich in den 1920er Jahren, als Hausfrauen nach Möglichkeiten suchten, die säuerliche Frucht schmackhaft zu verarbeiten. Die Streusel dienten dabei nicht nur als knusprige Komponente, sondern auch als Möglichkeit, Reste von Teig zu verwerten. Heute gilt der Rhabarber-Streuselkuchen als Inbegriff des Frühlings und wird traditionell zwischen April und Juni gebacken, wenn der Rhabarber Saison hat. Nach dem 24. Juni, dem Johannistag, sollte man keinen Rhabarber mehr ernten, da der Oxalsäuregehalt dann zu hoch wird.

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